Begriffe auf den Punkt gebracht

Doppelte Buchführung

 

Im Rahmen der doppelten Buchführung (abg. Doppik) sind Unternehmen dazu verpflichtet, jeden Geschäftsvorfall auf zwei Konten (Konto und Gegenkonto beziehungsweise Soll- und Habenbuchung) zu dokumentieren. Es ist das zentrale System der kaufmännischen Buchführung nach § 238 HGB (Buchführungspflicht) und befähigt Unternehmen zur Aufstellung des zweiteiligen Jahresabschlusses (Bilanz und GuV).

 

Verpflichtung zur doppelten Buchführung

Der doppelten Buchführung müssen die folgenden Unternehmen nachkommen:

  • Unternehmensform: KG, OHG, AG, GmbH, GmbH & Co. KG
  • Eintrag im Handelsregister (dann auch Selbstständige)
  • Jahresumsatz (> 600.000 €) und -gewinn (> 60.000 €)

Ausgenommen sind entsprechend freiberuflich und selbstständig arbeitende Personen sowie Kleinunternehmen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind. Einzelunternehmen und landwirtschaftliche Unternehmen müssen sich an den Einkommensgrenzen orientieren.

 

Aufgaben der doppelten Buchführung

Grundsätzlich werden drei Hauptaufgaben unterschieden:

  • Führung der Konten und Buchung (Konto und Gegenkonto bzw. Soll an Haben)
  • Vermögensvergleich durch Eröffnungs- und Schlussbilanz
  • Ermittlung des Unternehmenserfolgs anhand der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

 

Soll und Haben – die Seiten eines Kontos

Die Begrifflichkeiten Soll und Haben sind für themenfremde Personen häufig irreführend. Sie haben nichts mit den deutschen Verben sollen und haben zu tun. Viel mehr steckt dahinter eine Buchungslogik – je nach Art des Kontos.

 

Kontenart Soll Haben
Aktives Bestandskonto Zahlungszugang  Zahlungsabgang
Passives Bestandskonto Zahlungsabgang Zahlungszugang
Aufwandskonto Aufwand
Ertragskonto Ertrag

 

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