Begriffe auf den Punkt gebracht

Lagerschein

Ein Lagerschein kann nach Wareneingang von einem Lagerhalter ausgestellt werden. Dieser drückt die Verpflichtung zur Auslieferung aus. Allerdings besteht keine Pflicht zur Ausstellung des Lagerscheines. Wenn aber ein Lagerschein ausgestellt wird, dient er als Urkunde über die Übernahme des Gutes.

Lagerschein vs. Lagerempfangsschein

Zudem gibt es noch den Lagerempfangsschein. Dabei handelt es sich lediglich um eine Quittung über den Empfang der Ware.

Arten des Lagerscheins

Man kann drei Arten des Lagerscheins unterscheiden:

  • Inhaberlagerschein
  • Namenslagerschein
  • Orderlagerschein

Inhaberlagerschein

Hierbei handelt es sich um eine Urkunde, in welcher der Lagerhalter dem Inhaber des Lagerscheines die Herausgabe der Güter verspricht. Der Nachteil ist, dass im Fall des Verlusts des Inhaberscheins der Finder der Eigentümer der Ware ist. Sprich die Herausgabe der Ware erfolgt an den Inhaber des Lagerscheins.

Namenslagerschein

Das eingelagerte Gut wird nur an den namentlich genannten Lagerscheininhaber ausgegeben. Dieser Lagerschein kann nur durch eine Abtretungserklärung an eine andere Person übertragen werden.

Orderlagerschein

Der Lagerschein kann durch einen Übertragungsvermerk (Indossament) auf der Rückseite des Lagerscheins auf eine andere Person übertragen werden. Die Herausgabe der Ware erfolgt an die genannte Person oder “deren Order”. Die Übertragung bewirkt den Eigentumsübergang der gelagerten Ware. Der Orderlagerschein ist die sicherste Form des Lagerscheins.

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