5. Mai 2022

Potenzialanalyse: Innovationskraft der Wirtschaft in Nord-Westfalen

ERP Projekt Microsoft

Wie steht es um die Innovationskraft in Nord-Westfalen? Besteht Potenzial für eine nachhaltige Etablierung digitaler Innovationskraft in der Region? Die Beratungsgesellschaft PwC Deutschland hat im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der IHK Nord Westfalen diese Fragestellung analysiert. In dem Rahmen wurde eine Befragung mit 165 Unternehmen aus dem Münsterland und aus der Emscher-Lippe-Region durchgeführt. Auch wir haben daran teilgenommen. Wir fassen die Ergebnisse zusammen und verdeutlichen auch, wie wir bei der Umsetzung der identifizierten Potenziale unterstützen können.

Zusammenfassung der Studienergebnisse

Defizit in der Innovationstätigkeit

Die Kernaussage der Studie lautet: Auf der einen Seite existiert eine ausgeprägte Hochschul- und Forschungsinfrastruktur und auf der anderen Seite eine unterdurchschnittliche Innovationstätigkeit der Unternehmen.

So zählen zur Hochschullandschaft die Universität Münster, die Fachhochschule Münster, die Hochschule Osnabrück, die Saxion University of Applied Sciences sowie die technische Universität Twente. Außerdem ist die Forschungslandschaft unter anderem geprägt durch Institute wie das Max-Planck-Institut, das Fraunhofer-Institut sowie ein Institut der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.

Allerdings nutzen unter den kleinen und mittelständischen Unternehmen gerade einmal ein Drittel (38 %) künstliche Intelligenz, ein Drittel (33 %) Internet of Things sowie 18 % Robotics. Nur 3 von 5 der befragten Unternehmen investieren 3 % des Gesamtumsatzes oder weniger in Digitalisierung. Außerdem gaben knapp zwei Drittel (65 %) der Befragten an, weniger als 3 % ihres Gesamtumsatzes in Forschung und Entwicklung zu investieren. Diese Werte liegen unter dem Bundesdurchschnitt. Dies stimmt auch damit überein, dass Informations- und Unterstützungsangebote unzureichend genutzt werden.

Vor allem mangelnde personelle (24 %), finanzielle Ressourcen (16 %), Zeitmangel (14 %) sowie komplizierte Gesetze und Regularien (12 %) wurden in der Umfrage als Gründe genannt. Die Studie unterteilt Innovationshemmnisse grob in vier Kategorien: Personell, organisatorisch, technisch und extern.

Unternehmen und Politik müssen jetzt handeln

Besonders drei Gründe verdeutlichen, warum jetzt Handlungszwang besteht:

  1. Die Digitalisierung sorgt für Ressourceneinsparungen, verbesserte und einfachere Prozesse sowie die Verbesserung/Neufindung von Services.
  2. Es existiert zwar ein andauernder Strukturwandel in NRW, nichtsdestotrotz bietet die Region Nord-Westfalen großes Potenzial für die Etablierung der Innovationskraft.
  3. Es müssen externe Anreize für kleine und mittelständische Unternehmen geschaffen werden, mithilfe derer personelle, organisatorische, technische und externe Innovationshemmnisse überwunden werden können.

Bezugnehmend zu Punkt 1 ist zu verdeutlichen: Daten sind das “Gold des 21. Jahrhunderts”. Nur auf Basis von Daten kann ein innovatives Produkt- und Serviceportfolio aufgebaut werden. Es geht kein Weg vorbei an der digitalen Transformation. Dabei ist jedoch nicht nur gemeint, Daten vom Papier in digitale Systeme zu überführen (Digitalisierung). Es geht viel mehr um einen ganzheitlichen Veränderungsprozess, welcher neben neu eingesetzten Technologien ebenso die Mitarbeitenden, die Unternehmenskultur und die Unternehmensprozesse betrifft (Digitale Transformation). So sichern sich die Unternehmen langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und das wirtschaftliche Wachstum.

Handlungsempfehlungen und Maßnahmen

Die Studie führt auch einige bereits bestehende Maßnahmen auf, auf die Unternehmen zur Förderung digitaler Innovationen zurückgreifen können:

Eine Möglichkeit, die finanziellen Hemmnisse zu überwinden, besteht darin, Kapital über staatliche Fördermittel zu beantragen, wie die Initiative Digital Jetzt. Außerdem bestehen bereits viele institutionelle Initiativen, Förderprogramme des Landes, Beratungsangebote oder Forschungsprojekte von Hochschulen und Institutionen, welche die Innovationen antreiben.

Einen umfassenden Überblick bietet die Studie, welche wir am Ende des Artikels verlinken.

Die Analyse zeigt abschließend, dass der IHK-Bezirk Nord-Westfalen ein hohes Innovationspotenzial besitzt, von dem die Unternehmen der Region schon heute profitieren. Doch um die Innovationskraft der nord-westfälischen Wirtschaft nachhaltig zu stärken und das vorhandene Innovationspotenzial im Münsterland besser auszuschöpfen, empfiehlt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland einerseits die Gründung einer regionalen Innovationsallianz, um die Vielzahl an bestehenden Infrastrukturen und Netzwerke der Region Nord-Westfalen besser zu vernetzen. Zum anderen können Digital Innovation Centers nach internationalem Vorbild helfen, die Vielzahl an bestehenden innovationsfördernden Initiativen der Region sichtbarer zu machen und diese untereinander und zusammen mit Unternehmen der Region besser zu vernetzen.

Umsetzung der Handlungsempfehlungen mit anaptis

Speziell bei kleinen und mittelständischen Unternehmen wurden noch einige Defizite hinsichtlich der Innovations- und Forschungskraft verzeichnet. Insbesondere wurden sie dazu aufgerufen, sich digital zu transformieren. Klingt erst einmal abstrakt – ist es aber gar nicht.

Wir verstehen uns in erster Linie als Prozessoptimierer und setzen dazu “in zweiter Linie” digitale Technologien ein. Das heißt: Wir helfen Ihnen nicht nur dabei, Papier durch digitale Technologien zu ersetzen (Digitalisierung), sondern betrachten dabei eine Kombination aus Prozessen, Mitarbeitenden und Technologie (Digitale Transformation).

Und wenn es zum Einsatz der Technologien kommt, zählt dazu nicht nur unsere favorisierte ERP-Lösung Dynamics 365 Business Central inklusive passgenauer Add-Ons. Wenn es aufgrund der Prozesse des jeweiligen Unternehmens notwendig und zielführend ist, setzen wir gerne auf künstliche Intelligenz, Internet of Things, digitale Prozesstechnik & Co. Damit wir uns im Bereich der schnell wandelnden neuen Technologien auf dem Laufenden halten, forscht ein separates Team bei uns, losgelöst vom Projektgeschäft.

Quelle: Studie “Potenzialanalyse zur nachhaltigen Etablierung digitaler Innovationskraft”

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