Funktionen zur Lieferkette in Dynamics 365 Business Central.

Reibungslose Abläufe:

Mit Dynamics 365 Business Central können Sie alle Prozesse entlang der Lieferkette effizient abbilden, vereinfachen und steuern.
Dadurch erreichen Sie eine hohe Transparenz und reibungslose Abläufe im Einkauf, im Verkauf, in der Fertigung, Logistik und im Lager.

Verwalten Sie beispielsweise Artikel, Aufträge, Debitoren und Kreditoren, Forderungen und Verbindlichkeiten, Ihr Inventar, Reklamationen und nehmen Sie die Materialbedarfsplanung oder Nachfrageprognosen vor. Eine Anpassung an individuelle Abläufe ist dank Workflows ebenfalls möglich.

Wir erfüllen Ihre Anforderungen über drei Instanzen:

 

1 Standard-ERP-Lösung

Erfahrungsgemäß können wir circa 90 % unserer Projekte im Standard der ERP-Lösung Microsoft Dynamics 365 Business Central abbilden. So bleibt Ihr System langfristig updatefähig und Sie sind unabhängig vom Partner.

3Individual-Anpassungen

Benötigen Sie weitere spezielle Funktionalitäten, so können wir Ihre Herausforderungen außerdem durch Individual-Anpassungen lösen. Schauen Sie, welche Anforderungen wir für unsere Bestandskunden bereits in der Praxis umgesetzt haben.

Stark im Vergleich:

Ihr Nutzen durch unsere Funktionen rund um die Lieferkette.

Optimaler Wiederbeschaffungskreislauf und Reduktion von Engpässen

Durch die Nutzung integrierter Daten wird die Wiederbeschaffungsplanung genauer und es kommt zu weniger Engpässen. Schließlich können Sie die perfekten Zeitpunkte für die Nachbestellung auf Basis der Umsatzplanung und des Lagerbestands prognostizieren.

Automatische Bestellvorschläge bzw. Automatisierung von Bestellungen

Sie erhalten sogar automatische Vorschläge für Nachbestellungen, wenn angeforderte Artikel nicht mehr vorrätig sind. Oder noch besser: Automatisieren Sie Bestellungen gänzlich auf Basis von Umsatzplanung und Lagerbeständen.

Höhere Kundenzufriedenheit durch effektive Abläufe

Händeln Sie Rücksendungen und Stornos unproblematisch. Dadurch steigern Sie die Kundenzufriedenheit enorm.

Verkürzung von Zeiten

Verkürzen Sie außerdem Beschaffungs-, Durchlauf- und Lieferzeiten.

Reduzierung der Kapitalbindung

Mit Dynamics 365 Business Central reduzieren Sie die Kapitalbindung im Lager.

Ausschöpfung von Lieferantenrabatten

Verwalten Sie außerdem Ihre Lieferanten zentral in Dynamics 365 Business Central. In dem Zusammenhang schöpfen Sie Rabatte gezielt aus und vermeiden Mahngebühren.

Leistungsstarke Funktionen:

Ihre Funktionen für das Supply-Chain-Management in Dynamics 365 Business Central.

Allgemein

Die Lieferkette (Engl.: Supply Chain) ist der gesamte Prozess von der Bestellung des Kunden bis zur Lieferung und Bezahlung des Produkts oder der Dienstleistung.

Folgende Funktionen aus Dynamics 365 Business Central spielen entlang der Supply-Chain eine Rolle:

  • Artikelverfolgung

    Mithilfe der Artikelverfolgung ist es in Dynamics 365 Business Central möglich, zu verfolgen, wie und wann ein Artikel

    • entgegengenommen,
    • produziert,
    • umgelagert,
    • verkauft,
    • verbraucht oder
    • zurückgegeben wurde.

    Die Artikelnachverfolgung ist insbesondere in puncto Qualitätssicherung hilfreich, wenn Sie herausfinden müssen, welcher Debitor Produkte mit einer bestimmten Chargennummer erhalten hat oder aus welcher Charge eine defekte Komponente stammte.

    Auf der Seite “Artikelnachverfolgung” können Sie in einer Abfolge von gebuchten Lagertransaktionen die Serien- oder Chargennummer vorwärts oder rückwärts verfolgen.

  • Kalender

    In Microsoft Dynamics 365 Business Central können Sie Kalender mit Arbeits- und Feiertagen einrichten. Weisen Sie Kunden, Lieferanten, Lagerorten, Mandanten, Zustellern und Einrichtungen im Servicemanagement Kalender zu, die Sie bei Bedarf individuell ändern können.

    Dies hat den Hintergrund, dass Kalendereinträge bei Datumsberechnungen in Verkaufsaufträgen, Einkaufsbestellungen, Umlagerungsaufträgen, Serviceaufträgen sowie Bestellvorschlägen und Planungsvorschlägen berücksichtigt werden.

  • Streckengeschäft

    Bei dem Vorgang des Streckengeschäfts (Synonyme: Dropshipping, Direktlieferung) werden Waren direkt vom eigenen Lieferanten an den eigenen Kunden versendet.

    Dazu wird zunächst im Verkaufsauftrag definiert, dass die Artikel via Direktlieferung verschickt werden. Außerdem wird in der Einkaufslieferung definiert, dass die Lieferung direkt an den Kunden erfolgen soll. Anschließend erfolgt über die Funktion “Auftrag holen” die entsprechende Auswahl des Verkaufsauftrags.

    Dynamics 365 Business Central erstellt dann eine Liste mit den Bestellzeilen, die über die Direktlieferung abgewickelt werden sollen. Durch Buchung der Lieferung wird der eigene Lagerbestand entsprechend nicht tangiert.

  • Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer

    In Dynamics 365 Business Central müssen Sie die Mehrwertsteuer einrichten, um die Werte anzugeben, die verwendet werden sollen, um die Steuerbeträge auf folgender Grundlage zu berechnen:

    • an wen Sie verkaufen
    • von wem Sie kaufen
    • was Sie verkaufen
    • was Sie kaufen

    Die Einrichtung erfolgt über das unterstützte Setup. Wählen Sie “MwSt.-einrichten” und führen Sie die Schritte aus. Anschließend suchen Sie nach “Länder/Regionen” und wählen “MwSt. Reg. Nr. Formaten” aus. MwSt.-Buchungsgruppen wären beispielsweise MwSt.-Produktbuchungsgruppen wie das Inland oder die Europäische Union. An der Stelle sollten aussagekräftige Codes verwendet werden (z. B. EU).

    MwSt.-Zuweisung zu Sachkonten
    Anschließend können Sie MwSt.-Buchungsgruppen einzelnen Sachkonten zuweisen. Dazu öffnen Sie die Sachkontenkarte für das Konto und tragen im Inforegister “Buchen” im Feld “Buchungsart” Einkauf oder Verkauf ein. Anschließend definieren Sie die MwSt.-Buchungsgruppe, die Sie für das Verkaufs- bzw. Wareneingangskonto verwenden möchten.

    MwSt.-Zuweisung zu Debitoren und Kreditoren
    Rufen Sie einen entsprechenden Kunden oder Lieferanten auf und erweitern Sie das Inforegister “Fakturierung” um die entsprechende MwSt.-Geschäftsbuchungsgruppe.

    MwSt.-Zuweisung zu Artikeln und Ressourcen
    Rufen Sie einen Eintrag oder eine Ressource auf und erweitern Sie das Inforegister “Preis und Buchung” auf der Karte “Artikel”. Über “Mehr anzeigen” können Sie das Feld “MwSt. Produktbuchungsgruppe” anzeigen lassen. Außerdem können Sie auf der Karte “Ressource” das Inforegister “Fakturierung” erweitern.

    Einrichten von MwSt.-Klauseln
    Es ist möglich, dass weitere Informationen durch behördliche Regulierungen verlangt werden. Dazu können Sie eine MwSt.-Klausel festlegen und sie einer MwSt.-Buchungsmatrix zuordnen.

Beschaffung bzw. Einkauf

Die Beschaffung von Gütern und sonstigen Vorleistungen durch externe Lieferanten stellt einen wichtigen Bestandteil des Lieferketten-Managements dar. Hierbei geht es um Ressourcen wie beispielsweise Rohstoffe, Vorprodukte, Dienstleistungen, Mitarbeiter und Informationen, welche vom Unternehmen benötigt werden.

  • Abwicklung eines Einkaufs

    Über Dynamics 365 Business Central wickeln Sie Einkaufszahlungen inklusive -rabatte ab. Sie können also sämtliche Zahlungs- und Lieferbedingungen berücksichtigen.

  • Alternative Bestelladressen

    In Dynamics 365 Business Central besteht die Möglichkeit, alternative Adressen für Lieferanten einzurichten, die neben einer Hauptadresse über mehr als eine Lieferadresse verfügen, von der geliefert werden kann.

    Werden Bestellungen bearbeitet, kann auf diese alternativen Lieferadressen zugegriffen werden.

  • Alternative Lieferanten

    Sie haben in Dynamics 365 Business Central die Möglichkeit, unterschiedliche Lieferanten für denselben Artikel zu verwalten. Richten Sie alternative Lieferanten mit Beschaffungszeiten, Preisen und Rabattvereinbarungen für jeden Lieferanten eines Artikels ein.

  • Angebotsanforderungen

    Bilden Sie Angebotsanfragen inklusive Ihrer Angebotsanforderungen ab. Diese können Sie anschließend in eine Einkaufsbestellung umwandeln, um den Einkauf zu verarbeiten.

  • Einkaufsrabatt

    Sobald ein Einkaufsrabatt gewährt wird, können Sie diesen in Dynamics 365 Business Central auf den Kreditorenkarten einpflegen.

    Dazu muss ein Minimal- bzw. Mindestbetrag eingegeben werden, den eine Rechnung zur Inanspruchnahme des Rabatts haben muss. Anschließend wird der Rechnungsrabatt als Prozentsatz des Rechnungsbetrags eingegeben. Abschließend können Sie im Feld “Servicegebühr” den Betrag der Servicegebühr eingeben, den der Kreditor erhebt, wenn Ihr Unternehmen mindestens für den im Feld “Minimalbetrag” angezeigten Betrag einkauft.

    Der Rechnungsrabatt ist nun eingerichtet und dem entsprechenden Kreditor zugewiesen. Wenn Sie den Kreditorencode im Feld “Rechnungsrabattcode” auf anderen Kreditorenkarten auswählen, wird diesen Kreditoren derselbe Rechnungsrabatt zugewiesen.

  • Elektronische Belege und Konvertierung

    Dynamics 365 Business Central unterstützt das Empfangen von elektronischen Rechnungen und Gutschriften im PEP POL-Format, das von den wichtigsten Anbietern von Belegaustauschdiensten unterstützt wird.

    Um beispielsweise eine Rechnung von einem Kreditor in Form eines elektronischen PEP POL-Belegs zu erhalten, verarbeiten Sie den Beleg auf der Seite “Eingehende Belege”, um diesen in eine Einkaufsrechnung oder Fibu Buch.-Blattzeile in Dynamics 365 Business Central zu konvertieren.

  • Kreditorenverwaltung

    In Dynamics 365 Business Central können Sie Ihre Kreditoren zentral verwalten. Weitere Informationen finden Sie im Bereich Finanzmanagement (siehe Kreditorenbuchhaltung im Finanzmanagement).

  • Nachfrageprognose

    Basierend auf dem Verkaufsverlauf sagt Dynamics 365 Business Central in Verbindung mit Azure AI künftige Verkäufe voraus. Dadurch kann ebenfalls ein fehlender Lagerbestand vermieden werden. Wenn Sie beispielsweise einen Artikel auf der Seite “Artikel” auswählen, zeigt das Diagramm im Bereich Artikelplanung die geschätzten Verkäufe dieses Artikels in der kommenden Periode an.

    Auf diese Weise können Sie sehen, ob der Artikel evtl. in Kürze nicht mehr auf Lager sein wird und wann der Lagerbestand aufgefüllt werden soll.

  • Reklamation an Lieferanten

    Einkaufsrücklieferungen bzw. Stornierungen fehlerhafter Artikel an Kreditoren können Sie über Dynamics 365 Business Central einfach abbilden.

  • Terminberechnung für Einkäufe

    Dynamics 365 Business Central berechnet automatisch das Datum, an dem Sie einen Artikel bestellen müssen, damit er zu einem bestimmten Datum im Lagerbestand vorhanden ist.

    Dies ist das Datum, an dem Sie erwarten können, dass Artikel, die an einem bestimmten Datum bestellt wurden, zur Kommissionierung verfügbar sein sollten.

  • Verbindlichkeiten

    Um Verbindlichkeiten in Dynamics 365 Business Central zu verwalten, stehen eine Reihe von Funktionen bereit.

    Zahlungen vornehmen
    Über das Zahlung Buch.-Blatt können Sie sich automatisch Zahlungszeilen für fällige Einkaufsrechnungen anzeigen lassen. Um die entsprechenden Banktransaktionen schnell auszuführen, können Sie mehrere Zahlungsausgangs Buch.-Blattzeilen in eine Datei exportieren, die Sie dann für Ihre Bank für die Verarbeitung hochladen. Sie können Zahlungen auch mit Scheck leisten inkl. der Möglichkeit, Schecks als elektronisches Zahlungsmittel zu senden.

    Zahlungen automatisch vornehmen und Bankkonten abstimmen
    Indem Sie eine Bankkontoauszugsdatei importieren, können Sie Zahlungen schnell erfassen und Kreditorenzahlungen ausgleichen. Diese Schritte sind natürlich auch manuell möglich.

    Verwenden von Artikelzuschlägen für zusätzliche Kosten
    Sie können Kosten für Fracht, Versicherung, Umlagerung und Transport explizit angeben, um eine korrekte Bewertung vorzunehmen.

    Ausgaben an Mitarbeiter
    Es gibt auch eine Funktion in Dynamics 365 Business Central für Erstattungen an Mitarbeiter.

  • Zusammenfassen von Lieferungen in einer einzelnen Rechnung

    Wenn Sie mehr als eine Lieferung gleichzeitig fakturieren möchten, können Sie die Funktion zum Erstellen von Sammelrechnungen verwenden.

Produktion

Für die interne Wertschöpfung werden im Rahmen des Produktionsprozesses sämtliche Ressourcen eingesetzt.

  • Materialbedarfsplanung

    Planen Sie den Materialbedarf auf Basis der Produktionsprogrammplanung und Nettobedarfsrechnung. Dies ist für unbegrenzte und begrenzte Kapazitäten möglich.

  • Montageverwaltung

    Montageaufträge sind, genau wie Fertigungsaufträge, interne Aufträge, die verwendet werden, um den Montagevorgang zu verwalten und die Verkaufsanforderungen mit den jeweiligen Lageraktivitäten zu verbinden.

Weitere Informationen zum Bereich Produktion finden Sie auf der entsprechenden Unterseite:

mehr zu Produktion

Transport

Die Zustellung Ihrer Produkte – auch über Spediteure – können Sie über Dynamics 365 Business Central leicht managen.

  • Spediteure bzw. Zusteller

    Wenn Sie mit bestimmten Zustellern zusammenarbeiten, ist es möglich, diesen inklusive eigenem Code und detaillierten Informationen anzulegen.

    Wenn der Zusteller die Paketverfolgung online anbietet, können Sie die Funktion ebenfalls zur automatischen Paketverfolgung nutzen.

    Wenn Sie Zusteller in Ihren Verkaufsaufträgen eingeben, können Sie auch die Transportarten hinterlegen, die der jeweilige Zusteller anbietet. Für jeden Zusteller können Sie eine unbegrenzte Anzahl von Transportarten anlegen und für jede Transportart auch eine Transportzeit festlegen.

Lager

Für ein erfolgreiches Unternehmen ist die Lagerlogistik von besonderer Bedeutung. Dynamics 365 Business Central bietet wichtige Funktionalitäten in dem Bereich.

  • Inventur

    Eine Inventur kann über Inventurauftrags- und Inventurerfassungsbelege der Artikel durchgeführt werden.

    Organisation der Inventur
    Dazu wird die Seite “Inventurauftrag” benötigt, mithilfe derer das Inventurerfassungsprojekt vollständig organisiert wird.

    Erfassung der Inventur
    Auf der Seite “Inventurerfassung“ wird die tatsächliche Zählung von Artikeln mitgeteilt und erfasst. Für einen Auftrag können mehrere Aufzeichnungen erstellt werden. Beispielsweise fällt darunter die Verteilung von Artikelgruppen an verschiedene Mitarbeiter.

    Der Bericht “Inventurerfassung” kann aus jeder Erfassung gedruckt werden und enthält leere Mengenfelder zur Eingabe des gezählten Lagerbestands. Wenn ein Benutzer fertig mit der Erfassung ist und die Mengen auf der Seite Inventurerfassung eingegeben wurden, werden die Mengen an die entsprechenden Zeilen der Seite “Inventurauftrag” übertragen. Durch diese Funktion ist sichergestellt, dass keine Artikelanzahl zweimal erfasst werden kann.

    Erweiterte Inventurfunktionen mit unserem Add-On
    Wir haben das Add-On anaptis Physical Inventory entwickelt, welches die Inventurfunktionen aus Dynamics 365 Business Central logisch erweitert.

  • Kommissionierung, Verpackung und Versand

    Die Tätigkeiten im Rahmen der Kommissionierung unterscheiden sich je nach Komplexität und je Lagerort. In dem Zusammenhang sind unterschiedliche Funktionen möglich:

    • Aufteilung von Kommissionierungszeilen in mehrere Zeilen
    • automatische Kommissionierung (z. B. nach Ablaufdatum)
    • Buchung der Lieferung von Artikeln im Warenausgangsbeleg (wenn keine Lagerfunktion vorhanden)
    • Kommissionierung nach Auftrag in einer Basis-Lagerkonfiguration
    • Kommissionierung mehrerer Aufträge in einer erweiterten Lagerkonfiguration
    • Kommissionierung von Komponenten zu Produktion oder Montage in einer Basis-Lagerkonfiguration
    • Planen von Kommissionieranweisungen
    • Kommissionierung für einen bestimmten Zweck (z. B. Produktion benötigt eine bestimmte Komponente)
  • Lagerplatz- bzw. Bestandsverwaltung

    Bei der Bestandsbewertung wird der aktuelle Lagerbestand zu den aktuellen Kosten bewertet. Dem Anfangsbestand werden die Nettoeinkäufe zugerechnet und die Vertriebskosten abgezogen.

    Bestandsbewertung in Dynamics 365 Business Central
    Um den Lagerwert im Bericht “Lagerwert berechnen” zu berechnen, beginnt Dynamics 365 Business Central damit, den Lagerbestand des Artikels zu einem bestimmten Startdatum zu berechnen. Er fügt den Wert von Lagerzugängen hinzu und subtrahiert den Wert von Lagerabgängen bis zu einem bestimmten Enddatum. Das Endergebnis ist der Lagerwert am Enddatum.

    Der gedruckte Bericht zeigt immer tatsächliche (fakturierte) Beträge an, d. h. Einstandspreise von Posten, die als fakturiert gebucht wurden. Der Bericht enthält darüber hinaus die Soll-Kosten von Posten, die als geliefert gebucht wurden, wenn Sie auf dem Inforegister “Optionen” das Feld “inklusive Soll-Kosten” durch ein Häkchen aktivieren.

  • Mehrere Standorte

    Wenn Sie Artikel an mehr als einem Lagerort lagern, müssen Sie jeden Lagerplatz mit einer Lagerortkarte einrichten und Umlagerungsrouten definieren.

    Anschließend können Sie von folgenden Funktionen profitieren:

    • Anzeige von Verfügbarkeiten nach Lagerplatz
    • Erstellung von Belegzeilen für einen bestimmten Lagerplatz
    • Umlagerung zwischen Lagerplätzen

  • Serien- und Chargennummernverwaltung

    Serien- bzw. Chargennummern können zu beliebigen eingehenden bzw. ausgehenden Belegen zugewiesen werden. Häufig werden sie bei der Einlagerung zugewiesen.

    Zuordnung bei Wareneingang
    In den einfachen Lagerprozessen haben die Lagerartikel dementsprechend bereits Serien- oder Chargennummern, die während der Einlagerung zugewiesen wurden. Eine entsprechende Artikelverfolgung wird in den jeweiligen Buchungsposten angezeigt. Diese Nummern werden ohne Aktivität der Lagermitarbeiter automatisch auf alle ausgehenden Lageraktivitäten übertragen.

    Wenn der Lagerkommissionierungs- oder Kommissionierungsbeleg beim Warenausgang aus einem ausgehenden Herkunftsbeleg erstellt wird, in dem bereits Artikelverfolgungsnummern definiert sind, sind auf der Seite “Artikelnachverfolgungszeilen” alle Felder unter der Lagerkommissionierung schreibgeschützt, ausgenommen das Feld “Bewegungsmenge”.

    Die Lagerkommissionierzeilen legen die Artikelverfolgungsnummern der individuellen Zeilen für Lagerentnahme/Einlagerung fest. Die Menge wurde bereits in einzelne Serien- oder Chargennummer-Kombinationen aufgeteilt, da der Verkaufsauftrag die zu liefernden Artikelverfolgungsnummern enthalten hat.

    Zuordnung bei Warenausgang
    Falls Lagerartikel noch keine Serien- oder Chargennummern aufweisen, muss der Lagermitarbeiter dieses bei Ausgangsaktivitäten neu zuordnen. Dies erfolgt anhand vordefinierter Nummernserien.

  • Umlagerung

    Sie können Bestandsartikel zwischen Lagerplätzen umlagern. Dazu müssen Sie Umlagerungsaufträge erstellen oder können das Einkaufs-Buch.-Blatt verwenden.

    Bei Umlagerungsaufträgen senden Sie die ausgehende Umlagerung von einem Lagerplatz und empfangen die eingehende Umlagerung am anderen Lagerplatz. Dies ermöglicht es Ihnen, die einbezogenen Lageraktivitäten zu verwalten und bietet mehr Sicherheit, dass Lagerbestandsmengen korrekt aktualisiert werden.

    Mit dem Umlagerungs Buch.-Blatt füllen Sie einfach die Felder “Lagerortcode” und “Neuer Lagerortcode” aus. Wenn Sie das Buch.-Blatt buchen, werden die Artikelposten an den fraglichen Lagerplätzen reguliert. Mit dieser Methode werden Lageraktivitäten nicht verwaltet.

  • Zyklische Inventur

    Die Bewertung des Lagerbestands kann durch eine zyklische Inventur vorgenommen werden. Sie wird eingesetzt, um die Zuverlässigkeit der Daten zu gewährleisten und zu erhöhen. Die Einrichtung erfolgt auf Ebene der Artikel oder der Lagerhaltungsdaten.

Weitere Informationen zum Bereich Lager finden Sie auf der entsprechenden Unterseite:

mehr zum Lager

Verkauf

Ein weiterer Bereich entlang der Lieferkette ist der Verkauf. Auch dazu können Sie sämtliche Aktivitäten in Dynamics 365 Business Central managen:

  • Abwicklung eines Verkaufs

    Ihre Verkäufe können Sie in Dynamics 365 Business Central entsprechend buchen. Dazu zählen auch Proforma-Rechnungen, wiederkehrende Verkaufszeilen, Spezialaufträge sowie Auftragsmontageartikel.

  • Artikelattribute

    Es ist in Dynamics 365 Business Central möglich, seinen Produkten Artikelattribute (z. B. Maße oder Modelljahr) zuzuordnen, die beispielsweise die Suche in einem Webshop für Kunden erleichtern.

  • Artikelkosten

    In Dynamics 365 Business Central können Sie zusätzliche Einkaufs- und Verkaufskosten berücksichtigen, wie zum Beispiel:

    • Fracht
    • Versicherung
    • Zölle
    • Maklergebühren

    Bei Einkäufen sollten diese zusätzlichen Kosten in die Bestandsbewertungen und die Kosten der verkauften Waren einbezogen werden.

    Zusätzliche Verkaufskosten sind nicht im Wert des Inventars enthalten, können aber als Aufwendungen für Verkäufe verbucht werden, um die Genauigkeit der Gewinnberechnungen zu verbessern.

  • Debitorenverwaltung

    In Dynamics 365 Business Central können Sie Ihre Debitoren zentral verwalten. Weitere Informationen finden Sie im Bereich Finanzmanagement (siehe Debitorenbuchhaltung im Finanzmanagement).

  • Faktura

    In Dynamics 365 Business Central können Sie Rechnungen für Debitoren erstellen. Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:

    • Fakturierung eines Verkaufsauftrags
    • Versand von Rechnungen an Debitoren
    • Fakturierung mehrerer Lieferungen
    • Fakturierung mehrerer Lieferungen für mehrere Debitoren
    • Einbezug des Zahlungsverkehrs in gebuchte Verkaufsrechnungen
  • Forderungsmanagement

    Zum Forderungsmanagement in Dynamics 365 Business Central gehören u. a. folgende Funktionen:

    • Erfassung offener Salden
    • Erfassung von Zahlungen per SEPA-Lastschrift
    • Abstimmung von Bankkonten
    • Zinsrechnungen
    • Mahnungen aufgrund von unbezahlten Verkaufsrechnungen
    • Sperrung von Debitoren
    • Verwendung von Artikelzuschlägen für zusätzliche Kosten (z. B. Fracht, Verladen, Versicherung, Transport)
    • Zahlungstoleranzen und Skontotoleranzen
    • Prognose der Zahlungsverpätung*

    *Prognose der Zahlungsverspätung
    In Dynamics 365 Business Central können Sie außerdem die Vorhersage der Zahlungsverspätung einrichten. Es wird gemäß einer bestimmten Vorhersagegenauigkeit (z. B. < 80 % ist niedrig und > 80 % ist hoch) angezeigt, ob eine Zahlung voraussichtlich verspätet ankommt. Dies ist natürlich nicht möglich, wenn nicht genügend Daten vorhanden sind.

  • Lieferanten-Katalogartikel

    Sie können Ihren Debitoren bestimmte Artikel anbieten, die Sie nicht im Lager verwalten möchten, bis Sie diese verkaufen. Dabei handelt es sich um sogenannte Katalogartikel. Ein Katalogartikel besitzt üblicherweise die Artikelnummer des Kreditors, der diesen bereitstellt. Diese können sie in Dynamics 365 Business Central entsprechend führen und auch zu einer standardmäßigen Artikelkarte konvertieren.

  • Lieferterminzusage

    Häufig erfordern Debitoren Lieferterminzusagen zu bestimmten Verkaufsaufträgen. Dynamics 365 Business Central unterstützt die Darstellung von Lieferterminzusagen.

    Sie können in dem Rahmen beispielsweise prüfen, ob ein Bestand verfügbar ist, um die Auftragsanforderungen zu erfüllen bzw. neue Lieferungen rechtzeitig veranlassen, damit die Artikel des Verkaufsauftrags rechtzeitig montiert und übertragen werden können.

  • Nachfrageprognose

    Basierend auf dem Verkaufsverlauf sagt Dynamics 365 Business Central in Verbindung mit Azure AI künftige Verkäufe voraus. Dadurch kann ebenfalls ein fehlender Lagerbestand vermieden werden. Wenn Sie beispielsweise einen Artikel auf der Seite “Artikel” auswählen, zeigt das Diagramm im Bereich Artikelplanung die geschätzten Verkäufe dieses Artikels in der kommenden Periode an.

    Auf diese Weise können Sie sehen, ob der Artikel evtl. in Kürze nicht mehr auf Lager sein wird und wann der Lagerbestand aufgefüllt werden soll.

  • Querverweise (z. B. Ersatzartikel)

    In Dynamics 365 Business Central ist es möglich, Querverweise für Informationen zu hinterlegen, wie:

    • Kunden
    • Lieferanten
    • Hersteller
    • Ersatzartikel

    Dadurch ist es beispielsweise möglich, im Fall von ausverkauften Produkten dem Kunden schnellstmöglich Alternativen anzubieten.

  • Rahmenaufträge bzw. Pauschalbestellungen

    Ein Rahmenauftrag wird in der Regel erstellt, wenn sich ein Debitor verpflichtet hat, größere Mengen abzunehmen, die über einen längeren Zeitraum in mehreren kleineren Mengen bereitgestellt werden. Häufig decken Rahmenaufträge nur einen bestimmten Artikel ab, für den bestimmte Liefertermine vorgegeben sind.

  • Reklamationen von Kunden

    Für die Verarbeitung von Verkaufrücklieferungen bzw. Kundenretouren stehen in Dynamics 365 Business Central unterschiedliche Funktionen bereit:

    • Eingabe von Retourenvereinbarungen
    • Buchung von Retourenbelegen bzw. Verkaufsreklamationsbelegen
    • Überprüfung gebuchter Posten
    • Eingabe von Ersatzartikeln in Verkaufsreklamationen
    • Berechnung von Wiedereinlagerungsgebühren an Kunden
  • Verkaufsangebote

    Dynamics 365 Business Central unterstützt die Anfertigung und Registrierung von Verkaufsangeboten, in denen Sie angeben, bestimmte Produkte unter bestimmten Lieferungs- und Zahlungsbedingungen zu verkaufen.

    Dieses Angebot können Sie an den Debitor senden (z. B. als PDF-Dateianhang). Es ist auch im Nachhinein änderbar bzw. löschbar.

    Bei Annahme des Angebots, kann es einfach in eine Verkaufsrechnung umgewandelt werden, mit der Sie den Verkauf verarbeiten.

  • Verkaufsrabatte

    Unter den Verkaufsrabatten an Debitoren unterscheidet man:

    • Verkaufszeilenrabatte
    • Rechnungsrabatte

    Verkaufszeilenrabatte beschreiben den Vorgang, dass ein Rabatt auf eine Verkaufszeile eingefügt wird, wenn eine bestimmte Kombination aus Debitor, Artikel, Mindestmenge und Datum vorhanden ist.

    Beim Rechnungsrabatt wie ein prozentualer Rabatt gewährt, sobald der Wert aller Zeilen eines Einkaufsbelegs einen bestimmten Mindestwert übersteigt.

  • Verkaufspreisgestaltung

    Im Rahmen der Verkaufspreisgestaltung haben Sie einige Möglichkeiten:

      • (Sonder-)preise für einzelne Debitoren(-gruppen)
      • Preise für Verkaufsaufträge
      • Verkaufspreise für künftige Perioden
      • chargenweise Bearbeitung des Verkaufspreises auf der Artikelkarte
  • Zusammenfassung von Lieferungen in einer Rechnung

    Wenn Sie mehr als eine Lieferung gleichzeitig fakturieren möchten, können Sie die Funktion zum Erstellen von Sammelrechnungen verwenden.

Testen Sie Microsoft Dynamics 365 Business Central jetzt kostenlos.

Von der Theorie zur Praxis:

So managen Sie Ihre Lieferkette in Dynamics 365 Business Central.

Warenwirtschaft in Dynamics 365 Business Central

Artikelübersicht in Dynamics 365 Business Central

Nicht alle Anforderungen durch den Standard erfüllt?

Ergänzende Add-Ons durch uns und unsere Partner.

  • Dokumentenmanagement

    Für das professionelle Dokumentenmanagement bieten wir Ihnen eine Schnittstelle zu einer Software eines Drittanbieters (z. B. D3 oder die vollintegrierte Lösung Document Capture). Verwalten Sie Dokumente jederzeit an jedem Ort.

  • Elektronischer Datenaustausch (EDI)

    Mit Anveo EDI tauschen Sie kinderleicht Daten

    • mit Kunden (z. B. Aufträge, Rechnungen, Gutschriften, Lieferavisen, Artikeldaten, Verfügbarkeiten, Preise),
    • mit Partnern (bessere Geschäftsbeziehungen durch automatisierte Prozesse),
    • mit Lieferanten (z. B. Bestellabwicklungen, -bestätigungen, Verfügbarkeiten oder Lieferscheine) oder
    • zwischen Standorten/Mandanten (z. B. Finanzdaten und Artikelinformationen).
  • Microsoft 365 (ehemals Office 365)

    Die Standard-ERP-Lösung Microsoft Dynamics 365 Business Central läuft reibungslos und barrierefrei mit den Office-Anwendungen wie beispielsweise Excel, Word und Outlook. Ihr Mail-Server wird durch Microsoft Exchange Online professionalisiert und Ihre Dokumente legen Sie für alle abrufbar auf Microsoft SharePoint online ab. Außerdem arbeiten Sie in Microsoft Teams zusammen.

  • Microsoft Power Platform

    Die Microsoft Power Platform hilft Unternehmen dabei, Daten aus verschiedensten Datenquellen (Microsoft Dynamics 365 Business CentralMicrosoft Office 365Microsoft Azure etc.) zu sammeln, zu transformieren und zu bereinigen. Die Daten lassen sich bequem in ein Datenmodell überführen, um anschließend aussagefähige Berichte zu erstellen.

    Die Power Platform besteht aus den Elementen:

    • Power Apps: Erstellen von benutzerdefinierten Anwendungen ganz ohne Programmierkenntnisse
    • Power Automate: Automatisierung von Prozessen und Erstellung von Workflows
    • Power BI: Visualisierung und Auswertung von Daten aus verschiedensten Quellen
  • Mobile Datenerfassung

    Mit unserem Add-On anaptis Mobile Logistics sind Sie in der Lage, alle Standard-Lagerprozesse mobil abzubilden und zu erfassen.

  • Zahlungsverkehr

    Mit dem Add-On OPplus optimieren Sie Ihren Zahlungsverkehr (Import und Export) mit Herstellern, Großhändlern oder Endkunden. Automatisieren Sie Ihre Prozesse (Ausgleich, Vorkontierung etc.) und erhalten Sie mehr Transparenz über Ihre Zahlungen.

Nicht alle Anforderungen durch den Standard erfüllt?

Individualentwicklungen durch uns.

  • Homologation

    Sie erhalten vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die beglaubigten Fahrzeugbriefe als Vorlage und müssen nun noch fahrzeugbezogene Informationen darauf eintragen. Dafür programmieren wir Ihnen ein Formular, mit dem Sie die fehlenden Informationen auf den Fahrzeugbrief drucken können.

  • LKW-Waagen-Anbindung

    Für die Bestimmung des Gewichts bei Waren wie beispielsweise Sand bieten wir Ihnen die Anbindung einer LKW-Waage an Ihr ERP-System. Dadurch wird im Verkaufsauftrag das Gewicht angezeigt.

  • Permanent-Inventur

    Bei der Abwicklung von stichtagsbezogenen Inventuren wird der Geschäftsbetrieb oft für Stunden oder Tage geschlossen. Außerdem werden externe Dienstleister für Zählungen eingesetzt. Dieser Aufwand kann durch eine permanente Inventur minimiert werden.

    Wir bieten Ihnen eine Lösung, welche parallel zum Tagesgeschäft in Dynamics 365 Business Central (ehemals Dynamics NAV/Navision) eingesetzt werden kann. Der Inventur-Mitarbeiter erhält einen persönlichen Stapel mit seinen noch zu bearbeitenden Zähllisten (Export aus Dynamics 365 Business Central). Nach der Zählung – beispielsweise mittels Scanner – werden die Daten registriert und zurück an den Standard von Dynamics 365 Business Central übertragen.

  • Tourenplanung

    Für die optimale Tourenplanung implementieren wir eine Schnittstelle zu einer Software eines Drittanbieters (z. B. Wanko). Damit können Sie Ihre Touren optimieren – auch fahrerübergreifend.

  • Überlieferung

    Bei Waren wie Sand und Folien variieren die Liefermengen manchmal. Mittels unserer Anpassung ist es möglich, in den Liefermengen in Ihrem ERP-System innerhalb bestimmter Grenzen (z. B. 10 %) zu variieren. Ein denkbares Beispiel wäre, wenn statt 1,5 Tonnen Sand beispielsweise 1,55 Tonnen Sand geliefert werden.

  • Versandverfolgung

    Für die Versandverfolgung bauen wir Ihnen eine Schnittstelle zu dem Produkt Comsol Multiship und damit einem modularen Versandsystem, mit dem Sie ganz einfach Versandvorgänge mit unterschiedlichen Paketzustellern und Spediteuren abwickeln können.

    Auch möglich ist eine direkte Schnittstelle, beispielsweise zu DPD, damit Sie Ihre Sendungen optimal nachverfolgen können.

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