24. Januar 2019

Vom statischen ERP-System zur digitalen Plattform

Digitale Plattform

Im B2C-Bereich sind Plattformen wie Apple iOs und Google Android bereits etabliert. Das B2B-Umfeld ist noch lange nicht an dem Punkt angekommen. Doch das wird sich ändern, denn der ERP-Markt wandelt sich. Dazu hat der Digitalverband Bitkom vor einiger Zeit ein interessantes Positionspapier veröffentlicht. Unter dem Titel „Digitale Plattformen und ERP“ geht es im Kern darum, dass der Trend von den statischen ERP-Systemen zu vernetzten digitalen Plattformen geht und welche Konsequenzen für Anwender und Anbieter folgen. 

ERP-System = digitale Plattform?

Wenn Sie Ihre Vorgänge, wie die Planung der Produktion, die Organisation von Zahlungen und Marketingaktionen bereits über ein ERP-System managen, dann sind schon viele Ihrer Abläufe digitalisiert. Dann machen Sie schon vieles richtig: Sie vernetzen Ihre Abteilungen, verbessern Ihre Entscheidungsbasis und können Ihre Daten auf allen Endgeräten abrufen.

Was unterscheidet die meisten ERP-Systeme jedoch noch von einer digitalen Plattform? Die meisten ERP-Systeme sind noch sehr statisch. Dabei besteht die Möglichkeit, Systeme aufzubrechen und Technologien wie die Cloud, künstliche Intelligenz und das maschinelle Lernen (Teilgebiet der KI) im Rahmen von digitalen Plattformen nutzen. Unter einer digitalen Plattform versteht man im Klartext die Interaktion zwischen Software und Systemen.

Sind ERP-Systeme tot?

ERP-Systeme sind nicht tot. Doch es wird tiefgründig an dem Geschäftsmodell von „ERP“ gerüttelt. Schließlich müssen Anbieter die Architektur anpassen und modularer machen. Cloud-ERP-Lösungen rücken in den Fokus. Microsoft reagiert auf den Trend, indem es mit der Entwicklung der neuesten Version der ERP-Lösung die Cloud fokussiert. Wenn man die cloudbasierte Lösung von Microsoft erwirbt, wird diese in den Rechenzentren von Microsoft und damit in Microsoft Azure (Cloudprodukt von Microsoft) gehostet. Durch smarte Anwendungen, die Sie bequem wählen, können Sie Ihre Lösung jederzeit erweitern. Die klassische On-Premise-Version, die man im eigenen Unternehmen/Rechenzentrum hosted, ist jedoch auch weiterhin erhältlich.

Was ändert sich für mich als Kunde?

Wenn Sie sich als Kunde und Anwender künftig für eine Cloudlösung wie Microsoft Dynamics 365 Business Central entscheiden, können Sie Ihre ERP-Lösung im Microsoft AppSource in wenigen Klicks durch smarte Geschäftsanwendungen erweitern. Diese kommunizieren dann untereinander und tauschen Daten aus.

Außerdem ändert sich das Bezahl-Modell der Lizenzen – von exklusiven Wartungskosten hin zu einem Subskriptionsmodell. Das heißt: bei einer cloudbasierten ERP-Lösung wie Microsoft Dynamics 365 Business Central zahlen Sie nicht mehr einmalig die Lizenz für eine Vollversion sondern eine Abonnement-Gebühr (englisch: subscription).

Quelle: Positionspapier „Digitale Plattformen und ERP“ unter www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Digitale-Plattformen-und-ERP.html.