21. April 2022

Warum anaptis? Unser DevOps Engineer Sven berichtet

Sven - DevOps Engineer

In der Reihe “Warum anaptis?” haben wir schon einige Teammitglieder interviewt. Nachdem wir zuletzt unserer Finanzberaterin Vivian das Wort gegeben haben, interviewen wir heute unseren lieben DevOps Engineer Sven. Unter anderem hat er Fragen wie “Was gefällt dir bei anaptis besonders gut?” oder “Wie kann man sich deinen Arbeitstag vorstellen?” beantwortet.

Der Begriff DevOps setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Development (Dev) und Operations (Ops). DevOps vereint also die zwei Bereiche Softwareentwicklung und IT-Betrieb. Die Zusammenarbeit dieser beider Abteilungen führt zu großartigen Möglichkeiten, um die Prozesse der Softwareentwicklung und -bereitstellung effizienter und zuverlässiger zu gestalten. Was Sven an diesem Bereich so gefällt und wie sein Alltag aussieht, erzählt er uns in diesem Interview.

Wie kamst du zur IT?

Ich habe mich schon damals für die STEAM Fachbereiche begeistert. Für alle, die sich nicht direkt etwas darunter vorstellen können: Das ist eine Abkürzung aus dem Englischen für Science (Wissenschaft), Technology (Technologie), Engineering (Technik), Arts (Kunst) und Mathematics (Mathematik). Vergleichbar ist es mit dem bekannten deutschen Begriff MINT, wobei der künstlerische Aspekt im Englischen ergänzt wurde. An der englischen Interpretation gefällt mir, dass Technologie mit Fantasie und künstlerischer Kreativität in Verbindung gebracht wird.

Ich würde hier heute wahrscheinlich nicht sitzen, wenn ich den Teilbereich Informatik nicht schon immer am spannendsten gefunden hätte.

Aus dem Grund habe ich mich auch zunächst für die schulische Ausbildung zum informationstechnischen Assistenten entschieden. Anschließend habe ich ein Bachelor-Studium im Bereich Informatik angefangen. Dabei habe ich aber schnell bemerkt, dass mir die praktische Anwendung des Gelernten zu kurz kommt. Also habe ich mich auf die Suche nach einem Ausbildungsplatz zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung gemacht und habe diese Alternative dem Studium vorgezogen.

So bin ich nicht nur in der IT, sondern auch bei der anaptis gelandet.

 

Warum anaptis? Was hat dich damals überzeugt, hier anzufangen?

Bevor ich auf anaptis gestoßen bin, habe ich als Werkstudent in der Software Entwicklungsabteilung einer großen Firma, die Unternehmensberatung anbietet, gearbeitet.

Für meine Ausbildung habe ich dann aber ganz bewusst ein kleineres Unternehmen bevorzugt, in dem ich schnell Verantwortung übernehmen und mein eigener Herr sein kann. Das habe ich bei der anaptis gefunden. Die flachen Hierarchien und kurzen Entscheidungswege haben mich einfach überzeugt. Die anaptis hat mir auch die Möglichkeit geboten, schon vor dem offiziellen Ausbildungsstart dort zu arbeiten und das Team kennenzulernen, was mir den Einstieg vereinfacht hat. Im August 2018 habe ich dann meine Ausbildung gestartet.

 

In welcher Position bist du angefangen und welche Perspektive hat man dir geboten?

Im August 2018 bin ich als Auszubildender bei anaptis eingestiegen, wie gerade schon beschrieben. Während der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung konnte ich mich in verschiedenen Bereichen und Projekten einbringen. Nach der Ausbildung – sprich im August 2020 – wurde ich als Entwickler für Dynamics 365 Business Central bzw. Dynamics NAV übernommen.

Durch die technologische Entwicklung und den Trend hin zur Cloud gewann der DevOps-Bereich zunehmend an Bedeutung bei der anaptis. Zum damaligen Zeitpunkt gab es intern nur grundlegendes Know-how in diesem sich rasant entwickelnden Fachbereich. Durch privates Interesse hatte ich bereits einige Erfahrungen beim Einsatz von DevOps-Technologien, wie z. B. das Erstellen von Pipelines (automatisierten Arbeitsabläufen), um den Entwicklungsprozess zu unterstützen. Ich habe mich dann sehr gefreut, meine bereits bestehenden Erfahrungen in dem Gebiet bei der anaptis einzubringen und den Bereich als DevOps Engineer intern von Grund auf mitzugestalten. Die Beschäftigung mit innovativen Technologien hat mich immer schon begeistert.

 

Wofür bist du hauptsächlich zuständig? Was treibst du so den ganzen Tag?

Ich habe verschiedene Aufgaben im DevOps-Bereich. Dadurch wird es nie langweilig. Bei der Ausübung meiner Aufgaben arbeite ich eng mit dem Team zusammen. Es gibt aber genauso Herausforderungen, für die ich mich erstmal eigenständig mit der Thematik befassen muss. Das Verhältnis zwischen Team- und Einzelarbeit ist für mich persönlich genau richtig. Außerdem bin ich auch immer im aktiven Austausch mit den Teams, welche die Software für unsere Kunden schreiben, um schnell auf neue oder geänderte Anforderungen reagieren zu können. Nicht zu verachten ist außerdem der zwingende Austausch mit unseren Mitarbeitenden im Bereich der Systemintegration, welche den reibungslosen Betrieb der Hardware sicherstellen, auf denen all unsere Systeme laufen.

Zu meinen Aufgaben zählen die folgenden:

  • Support bei Problemen mit Git, Azure DevOps und Docker
  • Instandhaltung und Neukonfiguration von Azure DevOps
  • Instandhaltung und Neuerstellung von Pipelines für den CI-Prozess und den CD-Prozess
  • Monitoring der Entwicklungsinfrastruktur von Kolleginnen und Kollegen, die die ERP-Software Dynamics 365 Business Central entwickeln
  • Erstellen neuer Infrastruktur mithilfe von Packer, Vagrant, Terraform und Ansible

 

Was gefällt dir besonders gut an deinem Job?

Am meiste schätze ich meine Arbeitskolleginnen und -kollegen. Wir arbeiten sehr gut produktiv im Team zusammen. Gleichzeitig kommt aber auch der Spaß zwischendurch nicht zu kurz.

An meiner Tätigkeit finde ich die Freiheit für innovative Lösungsansätze besonders reizvoll. Technologien entwickelt sich immer weiter, sodass es sehr abwechslungsreich ist und ich häufig kreativ werden muss, um eine Lösung zu finden. Außerdem muss man sich durchgehend über eventuelle Neuerungen in meinem Fachgebiet DevOps informieren, um wichtige Neuigkeiten nicht zu verpassen. Hier gefällt mir besonders, dass ich bei der anaptis die Zeit habe, um genau das zu machen.

Außerdem finde ich den Einsatz von FOSS (Free Open Source Software) sowie von Infrastructure as a Service sehr cool.

 

Was ist das Wichtigste, was du in deiner Zeit bei anaptis gelernt hast?

Puh, das ist eine schwierige Frage. Während meiner Ausbildung und auch danach habe ich so viele verschiedene Dinge gelernt. Da ist es knifflig, etwas Bestimmtes rauszupicken. Ich würde sagen, dass ich allgemein überrascht davon war, wie vielfältig die Herausforderungen unserer Kundschaft sind und gelernt habe, damit umzugehen. Durch diese Vielfältigkeit ist es wichtig, immer lösungsorientiert zu denken und sich auf die neuen Situationen einzulassen, um die Herausforderung gut meistern zu können.

Während des Aufbaus unseres DevOps Bereichs habe ich außerdem gelernt, wie vielfältig dieses Gebiet ist. Bezüglich des Einsatzes von Azure DevOps als Komplettlösung für den CI-/CD-Prozess habe ich unglaublich viel Neues lernen dürfen. Mir war vorher auch noch nicht klar, wie viele Möglichkeiten der Automatisierung der gesamten Infrastruktur es gibt.

 

Was würdest du Menschen mit auf den Weg geben, die bei der anaptis starten?

Ich denke, es ist sehr wichtig, dass du Lust auf Teamarbeit hast. Bei uns gibt es keine Einzelkämpfer.

Allgemein ist es vielleicht noch wichtig zu wissen, dass Fehler passieren dürfen. Das ist nicht immer vermeidbar. Aber wenn es dazu kommt, muss man sich diese eingestehen und auch anderen mitteilen, dass Fehler passiert sind. Dann kann gemeinsam an einer Lösung gearbeitet werden. Wissen ist schließlich dafür da, um geteilt zu werden.

Ein weiterer Punkt ist die Offenheit für Neues. Es sollte dir bewusst sein, dass der IT-Bereich sich laufend weiterentwickelt. Du solltest bereit sein, dich selbst auch weiterzuentwickeln und nicht aufhören dazuzulernen.

 

Hast du Tipps für Menschen, die DevOps Engineer werden möchten?

Als DevOps Engineer ist es wichtig, viel auszuprobieren. Ganz nach dem Motto „Move fast with stable infrastructure“ – also schnell durch verschiedene, jeweils verbesserte, Versionen iterieren. Dabei ist es auch in Ordnung, wenn Sachen mal kaputt gehen. Man muss nur bei der grundlegenden Basisinfrastruktur (also den Systemen), auf die sich die Kolleginnen und Kollegen tagtäglich verlassen, vorsichtig sein, denn diese müssen natürlich immer einwandfrei laufen.

Es gibt großartige Angebote, um sich selbst in den Bereich rein zu arbeiten. Zum Beispiel das Buch „The Phoenix Project“ von Gene Kim und Kevin Behr, in dem gezeigt wird, wie DevOps benutzt werden kann und wie es in den Prozess eines Unternehmens integriert werden kann. Sehr spannend!

Außerdem würde ich sagen, dass fortgeschrittene Englischkenntnisse sehr wichtig sind. Denn die Primärquellen zu neuen Entwicklungen im DevOps-Umfeld sind nahezu immer in englischer Sprache verfasst.

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